Der Ölmarkt bleibt zur Wochenmitte von den Entwicklungen im Nahen Osten geprägt. Hoffnungen auf Fortschritte in den indirekten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran sowie die zunehmende Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus sorgen für eine vorsichtige Entspannung. Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage angespannt, da zentrale Streitpunkte weiterhin ungelöst sind und jederzeit neue Unsicherheiten auslösen könnten.
Die Marktteilnehmer richten ihren Blick heute zudem auf den DOE-Bestandsbericht aus den USA, der kurzfristig für neue Impulse sorgen könnte. Grundsätzlich bleibt die Versorgungslage jedoch gut, da sich die Ölexporte aus der Golfregion schneller erholen als zunächst erwartet. Dies spricht weiterhin für einen leicht preisbelastenden Ausblick am Rohölmarkt.
Die Rheinfrachten ziehen heute leicht an. Die zuletzt hohe Nachfrage im Zusammenhang mit dem Ende des Tankrabatts hält an. Gleichzeitig haben die Gewitter zwar für etwas höhere Wasserstände auf dem Rhein gesorgt, diese reichen jedoch nicht aus, um den Aufwärtsdruck bei den Frachtraten zu bremsen.
Für Ölprodukte zeigt sich dagegen ein anderes Bild: Saisonbedingt hohe Nachfrage, Einschränkungen in europäischen Raffinerien und Versorgungsengpässe in Russland sorgen für ein knappes Angebot und stützen die Produktpreise. Entsprechend müssen sich Verbraucher heute auf spürbare Aufschläge einstellen.
Börsendaten 01.07.2026 um 08:54
ICE-Gasoil JULI: 941.75$
ICE-Brent SEP: 73.00$
NY-Rohöl WTI AUG: 69.51$
US-Dollar/CHF: 0.8094
Rheinfracht nach Basel: 68.50