Die Märkte sind mit spürbaren Abschlägen in die neue Woche gestartet. ICE Gasoil (Februar) schloss am Montag bei 684,00 US-Dollar, das sind 58,50 Dollar weniger als am Vortag. Diese Bewegung kam auch im Inland an und sorgte für sinkende Preise.
Hauptgrund für den Rückgang sind Entspannungssignale aus der Politik. Die USA und der Iran haben Gesprächsbereitschaft signalisiert, erste Treffen sollen bereits in dieser Woche stattfinden. Dadurch ist ein Teil der zuletzt eingepreisten geopolitischen Risiken aus dem Markt verschwunden. Gleichzeitig bestätigte OPEC+ die Förderpause für März – neue preistreibende Impulse blieben aus.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu einem möglichen Handelsdeal mit Indien. Dieser sieht höhere indische Importe von US-Öl und -Gas sowie eine stärkere Abkehr von russischem Öl vor. Eine offizielle Bestätigung aus Indien steht allerdings noch aus, weshalb der Markt bisher nur verhalten reagiert.
Belastend wirkte zudem der US-Dollar, der sich zuletzt wieder fester zeigte. Da Öl in Dollar gehandelt wird, verteuert ein stärkerer Dollar Rohöl für Käufer außerhalb der USA und dämpft damit die Nachfrage. Dieser Effekt verstärkt aktuell den Abwärtsdruck an den Börsen.
Auch die Rheinfrachten spielen eine Rolle für die Inlandspreise. Die Transportkosten auf dem Rhein bewegen sich derzeit auf einem stabilen bis leicht erhöhten Niveau. Sie fallen zwar nicht stark ins Gewicht, begrenzen aber das weitere Abwärtspotenzial bei Heizöl und Diesel.
Insgesamt dürfte die Volatilität am Ölmarkt angesichts der hohen Unsicherheiten, die sowohl den Entwicklungen im Iran als auch dem Handelsdeal mit Indien anhaften, recht hoch ausfallen. Die allgemeine Empfehlung bleibt. Die Schwankungen beobachten und bei Preistauchern zuschlagen. Es gilt den Dollar und die Rheinfrachten im Auge zu behalten.
Börsendaten 03.02.2026 um 08:55 Uhr
ICE-Gasoil FEB: 681.75$
ICE-Brent MAR: 66.03$
NY-Rohöl WTI MAR: 61.95$
US-Dollar/CHF: 0.7771
Rheinfracht nach Basel: 45.50