Trump schliesst Iran-Angriff vor Zwischenwahlen aus

Die fundamentale Ausgangslage für die Ölfutures war am Donnerstag zunächst bullish, da geopolitische Spannungen, Produktionsausfälle durch Hurrikan Isaias und rückläufige US-Ölbestände die Preise stützten. Spekulationen über einen möglichen US-Militärschlag gegen den Iran vor den Zwischenwahlen sorgten zunächst für zusätzliche Unsicherheit am Markt. US-Präsident Trump stellte jedoch klar, dass die USA den Iran vor dem 3. November nicht angreifen würden und produktive Gespräche mit dem Land führten. Hurrikan Isaias führte unterdessen dazu, dass rund 63 Prozent der Rohölproduktion im Golf von Mexiko beziehungsweise etwa 1,3 Millionen Barrel pro Tag vorübergehend ausfielen. Zusätzlich bestand die Sorge, dass mögliche Schäden an Raffinerien die ohnehin niedrigen US-Bestände an Benzin und Destillaten weiter verschärfen könnten. Charttechnisch erhielten WTI und Gasoil Kaufsignale, während Brent seine Vortageshochs überschritt und zeitweise über die obere Grenze des Bollinger Bands stieg. Auch die angekündigte Freigabe von zehn Millionen Barrel Diesel aus französischen Notreserven konnte die zahlreichen preistreibenden Faktoren nicht ausreichend ausgleichen. Die anhaltenden Spannungen in der Strasse von Hormus sowie die Beeinträchtigungen des russischen Raffineriesektors durch ukrainische Drohnenangriffe begrenzten weiterhin das globale Kraftstoffangebot. Während Brent auf Wochensicht weiterhin auf einen Preisanstieg zusteuert, droht WTI trotz der Produktionsausfälle die vierte Woche in Folge mit Verlusten abzuschliessen.

 

Börsendaten 09.10.2026 um 09:00
ICE-Gasoil OKT: 1489.25$
ICE-Brent DEZ: 103.58$
NY-Rohöl WTI NOV: 90.96$
US-Dollar/CHF: 0.8312
Rheinfracht nach Basel: 275.00