Die Ölpreise reagieren weiterhin sehr sensibel auf geopolitische Nachrichten. So sorgte gestern Abend bereits das Gerücht über eine mögliche Absage der Gespräche zwischen den USA und dem Iran für einen deutlichen Preisanstieg. Zwar wurde dies kurz darauf dementiert, dennoch bleibt laut Analysten die Unsicherheit hoch. Viele Marktbeobachter rechnen damit, dass mögliche neue Differenzen die Risikoprämie wieder steigen lassen könnten.
Auch die wiederkehrenden Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem Iran tragen zur Nervosität bei. Ein möglicher Militärschlag und eine daraus resultierende Blockade der Strasse von Hormus würden den globalen Ölhandel erheblich beeinträchtigen.
Parallel dazu laufen in Abu Dhabi trilaterale Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA. Konkrete Ergebnisse sind bislang nicht in Sicht, und eine baldige Einigung mit möglichen Lockerungen der Sanktionen gilt derzeit als unwahrscheinlich. Die militärischen Spannungen in der Region halten an.
Auf der Angebotsseite belastete zuletzt eine Kältewelle in den USA die Ölproduktion, die Ende Januar auf 13,2 Mio. Barrel pro Tag sank. Da jedoch mit einer schnellen Erholung gerechnet wird, blieb die Marktreaktion bislang verhalten.
Heute richten sich die Blicke zudem auf den Zinsentscheid der EZB und die anschliessende Pressekonferenz. Während eine Zinspause erwartet wird, steht vor allem die jüngste Euro-Stärke im Fokus.
Aktuell notieren die Ölpreise wieder unter den gestrigen Höchstständen. Für die Inlandspreise zeigt sich im Vergleich zum Vortag derzeit noch keine klare Tendenz.
Börsendaten 05.02.2026 um 08:50
ICE-Gasoil FEB: 697.75$
ICE-Brent MÄR: 68.31$
NY-Rohöl WTI MÄR: 64.06$
US-Dollar/CHF: 0. 7777
Rheinfracht nach Basel: 42.50