Die internationalen Ölpreise zeigen sich nach dem leichten Rückgang vom Dienstag wieder etwas fester. Brent und WTI legen am Morgen zu. Hauptgrund bleiben die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.
Neue Aussagen aus den USA zur möglichen Ausweitung der militärischen Präsenz in Richtung Iran haben die Unsicherheit erhöht. Im Raum steht auch weiterhin eine mögliche Blockade der Strasse von Hormus. Da über diese wichtige Handelsroute ein grosser Teil der weltweiten Öllieferungen transportiert wird, würden Störungen das Angebot deutlich einschränken. Entsprechend bleibt eine Risikoprämie im Markt bestehen.
Gleichzeitig wirkt der aktuelle Monatsbericht der US-Energiebehörde EIA eher preisdämpfend. Die Behörde rechnet in den kommenden Jahren mit einem deutlichen Überangebot, da die Produktion stärker steigen dürfte als die Nachfrage. Für das laufende Jahr wird ein klarer Angebotsüberschuss erwartet.
Für den Schweizer Markt bedeutet dies: Die geopolitischen Risiken stützen zwar das Preisniveau, grössere Aufwärtssprünge bleiben bislang jedoch aus. Sollte sich die Lage nicht weiter zuspitzen, besteht bei Heizöl und Treibstoffen kurzfristig Spielraum für stabile bis leicht nachgebende Inlandpreise.
Börsendaten 11.02.2026 um 08:56
ICE-Gasoil FEB: 690.50$
ICE-Brent APR: 69.38$
NY-Rohöl WTI MÄR: 64.54$
US-Dollar/CHF: 0.7661
Rheinfracht nach Basel: 41.00