Zum Start in die neue Woche steht der Iran weiterhin im Mittelpunkt des Ölmarktes. Nach einem unruhigen Freitag geben die Ölpreise an den Börsen in London und New York leicht nach. Hintergrund sind Signale aus Teheran und Washington, dass die Gespräche über das iranische Atomprogramm fortgesetzt werden sollen. Dadurch haben sich die Sorgen über mögliche Lieferausfälle aus dem Nahen Osten etwas gelegt. Auch Marktbeobachter sehen die Lage entspannter, da mit weiteren Treffen gerechnet wird.
Trotzdem bleiben viele Unsicherheiten bestehen. US-Präsident Donald Trump stellte ein weiteres Treffen in Aussicht, offiziell bestätigt ist dies jedoch noch nicht. Gleichzeitig bereiten die USA neue Zölle gegen Länder vor, die weiterhin mit dem Iran handeln. Am 11. Februar trifft Trump zudem den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, was geopolitisch ebenfalls von Bedeutung ist.
Neben dem Iran richtet sich der Blick auf Indien. Ein neues Handelsabkommen mit den USA sorgt für Spekulationen, ob Indien künftig auf russisches Öl verzichten wird. Eine klare Bestätigung fehlt bislang, die indische Regierung betont vor allem die Bedeutung der eigenen Energiesicherheit. Sollte Indien tatsächlich weniger russisches Öl kaufen, könnten russische Anbieter gezwungen sein, ihre Preise stärker zu senken, um andere Abnehmer zu finden.
Insgesamt wird der Markt zum Wochenbeginn leicht negativ eingeschätzt. Die Entspannung rund um den Iran drückt etwas auf die Preise, auch wenn die Lage noch nicht endgültig gelöst ist. Für den Schweizer Markt bedeutet das heute tiefere Inlandpreise im Vergleich zu Freitag.
Börsendaten 09.02.2026 um 08:45
ICE-Gasoil FEB: 684.50$
ICE-Brent APR: 67.20$
NY-Rohöl WTI MÄR: 62.71$
US-Dollar/CHF: 0.7726
Rheinfracht nach Basel: 41.00