Die Ölpreise standen zur Wochenmitte weiter unter Druck. Die zunehmende Normalisierung des Schiffsverkehrs in der Strasse von Hormus sowie steigende Kraftstoffbestände in den USA sorgten für eine deutlich entspanntere Einschätzung der globalen Versorgungslage. Brent fiel erneut zurück und notiert inzwischen einer leichten Contango-Struktur, ein Signal für einen aktuell ausreichend versorgten Markt.
Zusätzlichen Verkaufsdruck brachten schwache Raffineriedaten aus China und die Auflösung von Tankerstaus im Persischen Golf. Zwar stützten Spekulationen über ein mögliches russisches Diesel-Exportverbot die Mitteldestillate, insgesamt bleibt die Marktstimmung jedoch eher bearish.
Für den Schweizer Binnenmarkt ergibt sich dennoch ein anderes Bild: Die Rheinfrachten sind aufgrund der niedrigen Pegelstände zuletzt stark angestiegen. Die eingeschränkten Abladetiefen führen zu deutlich höheren Transportkosten auf der wichtigen Versorgungsroute Rotterdam-Basel. Damit wirken die Frachten aktuell als preisstabilisierender Faktor für Heizöl und Diesel in der Schweiz und begrenzen das Potenzial sinkender Inlandspreise.
Börsendaten 25.06.2026 um 08:45
ICE-Gasoil JULI: 879.50$
ICE-Brent AUG: 72.63$
NY-Rohöl WTI AUG: 69.59$
US-Dollar/CHF: 0.8117
Rheinfracht nach Basel: 59.50