Ölmärkt unter Strom: Hormus-Risiko treibt die Preise nach oben

Die Spannungen am Persischen Golf verschärfen sich erneut, und die Ölpreise reagieren prompt. Nachdem Iran laut Medienberichten die Gespräche mit den USA vorläufig ausgesetzt hat, sprang ICE Gasoil deutlich an. Hintergrund sind Israels ausgeweitete Angriffe im Libanon sowie neue Drohungen Teherans gegen die Schifffahrt in der Strasse von Hormus und Bab al-Mandab.
 
Besonders brisant: Beide Meerengen zählen zu den wichtigsten Transitrouten für den globalen Ölhandel. Bereits die Aussicht auf mögliche Störungen reicht aus, um die Risikoprämie am Markt kräftig steigen zu lassen.  

Zwar versucht US-Präsident Donald Trump später zu beruhigen und sprach weiterhin von laufenden Verhandlungen mit Iran, doch die widersprüchlichen Aussagen sorgen für erhebliche Unsicherheit. Händler bleiben nervös, die Volatilität hoch. 

Aus Marktsicht bleibt die Lage klar bullish: Solange keine belastbare Einigung zwischen Washington und Teheran erreicht wird und die Sicherheit der Tankerrouten fraglich bleibt, dürften die Ölpreise auf erhöhtem Niveau schwanken.