Die Öl- und Produktmärkte bleiben weiterhin stark von den Entwicklungen im Nahen Osten beeinflusst. Der ICE Gasoil Frontmonat schloss am Dienstag bei 1.083,50 USD und damit deutlich über dem Vortagesschluss. Während Rohölpreise insgesamt fest tendierten, zeigten Produkt-Futures wie Gasoil, Heating Oil und Benzin zum Tagesende wieder Schwäche, was auch bei den Inlandspreisen für Entlastung sorgen könnte.
Im Fokus stehen weiterhin die Verhandlungen zwischen den USA und Iran. Beide Seiten signalisieren Fortschritte bei einem möglichen Übergangsabkommen, das auch eine schrittweise Öffnung der Strasse von Hormus umfassen könnte. Erste Tanker konnten die Meerenge bereits wieder passieren. Marktteilnehmer hoffen daher auf eine Verbesserung der globalen Ölversorgung.
Trotz der positiven Signale bleibt die Lage jedoch angespannt. Militärische Drohungen und gegenseitige Vorwürfe sorgen weiterhin für Unsicherheit. Analysten warnen deshalb davor, eine schnelle und vollständige Entspannung der Situation einzupreisen. Die Märkte reagieren aktuell sehr sensibel auf jede neue Nachricht aus der Region.
Zusätzlich belasten die weiterhin eingeschränkten LNG-Lieferungen aus Katar sowie Versorgungsprobleme in Indien die globale Energiesituation. Gleichzeitig arbeitet Deutschland offenbar an einem neuen LNG-Abkommen mit Kanada, um die Energieversorgung langfristig breiter aufzustellen.
Die hohe Volatilität an den internationalen Ölbörsen dürfte jedoch bestehen bleiben.
Börsendaten 27.05.2026 um 09:03
ICE-Gasoil JUN: 1047.25$
ICE-Brent JUL: 97.47$
NY-Rohöl WTI JUL: 91.27$
US-Dollar/CHF: 0.7847
Rheinfracht nach Basel: 36:00