Die Handelswoche endet mit einer Mischung aus Hoffnung und Unsicherheit. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran liefern weiterhin widersprüchliche Signale. Während beide Seiten von Fortschritten sprechen, bestehen bei wichtigen Themen wie den iranischen Uranbeständen und der Strasse von Hormus weiterhin Differenzen.
An den Ölmärkten fehlt damit eine klare Richtung. Solange sowohl eine Einigung als auch eine weitere Eskalation möglich sind, bleibt die Marktlage insgesamt neutral. Für Schweizer Kunden gibt es dennoch eine positive Entwicklung: Dank der Preisrückgänge vom Vortag können heute günstigere Preise als gestern angeboten werden.
Auch die Situation auf dem Rhein bleibt ein wichtiger Faktor. Ein Hochdruckgebiet sorgt voraussichtlich auch in der kommenden Woche für trockenes Wetter. Die Wasserstände sind bis zur Wochenmitte leicht gesunken. Da die Nachfrage nach Frachtraum derzeit eher verhalten ist, haben sich die Frachtraten gegenüber der Vorwoche jedoch nicht verändert.
Die Versorgung mit Heizöl und Treibstoffen ist aktuell sichergestellt, und es bestehen keine Einschränkungen bei den Lieferungen. Sollten die trockenen Wetterbedingungen jedoch länger anhalten und die Pegelstände weiter sinken, könnten die Transportkapazitäten auf dem Rhein abnehmen. Dies würde die Transportkosten erhöhen und mittelfristig auch die Preise für Heizöl und Treibstoffe beeinflussen. Die Entwicklung der Rheinpegel bleibt deshalb für den Schweizer Energiemarkt ein wichtiger Faktor.
Börsendaten 22.05.2026 um 08:38
ICE-Gasoil JUN: 1127.00$
ICE-Brent JUL: 105.00$
NY-Rohöl WTI JUL: 98.08$
US-Dollar/CHF: 0.7869
Rheinfracht nach Basel: 34.50