Geopolitische Unsicherheit treibt Ölpreise – Abkommen zwischen USA und Iran bleibt aus

Der Ölmarkt wartet weiterhin auf ein endgültiges Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Obwohl die Verhandlungen zuletzt Fortschritte gemacht hatten, verlangen beide Seiten Änderungen am Vertragsentwurf – die USA insbesondere beim Umgang mit Irans angereichertem Uran, der Iran bei der Freigabe eingefrorener Vermögenswerte. Dadurch bleibt die Unsicherheit hoch und eine Einigung ist weiterhin offen.

Die Ölpreise gerieten am Freitag trotz einiger stützender Faktoren (wie Produktionsausfällen in Kasachstan und höheren Preisprognosen von Analysten) unter Druck. Technische Verkaufssignale und Erwartungen an zusätzliche Fördermengen, etwa durch Saudi-Arabien, belasteten den Markt. Brent und WTI schlossen die Woche mit deutlichen Verlusten.

Zusätzliche Sorgen bereitet die Eskalation im Nahen Osten: Israel hat seine Militäroperationen im Libanon ausgeweitet, was die Spannungen mit dem Iran verschärfen und die laufenden Verhandlungen gefährden könnte. Zum Wochenstart zeigen sich die Ölpreise daher wieder etwas fester, da geopolitische Risiken die Marktteilnehmer vorsichtig machen.